0
    0
    Ihr Warenkorb
    Dein Warenkorb ist leerZurück zum Shop
      Gutschein einlösen
        Produkte, die Ihnen gefallen könnten
        Produkte, die Ihnen gefallen könnten
        0,00 €
        0
        Analysezertifikat lesen: So prüfen Sie ein COA richtig

        Analysezertifikat bei CBD: So lesen und prüfen Sie ein COA richtig

        Ein Analysezertifikat, im Fachjargon auch COA (Certificate of Analysis) genannt, ist das Laborprotokoll zu einer bestimmten Charge eines CBD-Produkts. Es zeigt, wie viel CBD und THC tatsächlich enthalten ist, und im besten Fall auch, ob Pestizide, Schwermetalle, Schimmelpilzgifte oder Keime unterhalb der Grenzwerte liegen. Wer CBD-Blüten oder Hanfmischungen raucht, sollte ein solches Dokument nicht nur sehen wollen, sondern es auch lesen können. Dieser Leitfaden erklärt jedes Feld, rechnet ein Beispiel durch und zeigt, woran sich ein echtes Zertifikat von einem bloßen Werbe-PDF unterscheidet.

        Nature of Spirit
        Laborgeprüfte Mischungen entdecken
        Nature of Spirit bietet laborgeprüfte, nikotinfreie Tabakersatzmischungen aus CBD-Blüten oder ausgewählten Kräutern.

        Mischungen ansehen

        Das Wichtigste in Kürze

        • Ein seriöses Analysezertifikat gehört zu einer konkreten Charge, stammt von einem unabhängigen Labor und nennt Datum, Probennummer und Prüfmethode.
        • Entscheidend ist der Gesamt-THC-Wert (Δ9-THC plus umgerechnete THCA), nicht nur das freie Δ9-THC. In Deutschland liegt die Schwelle für Nutzhanf bei 0,3 %.
        • Bei Produkten zum Rauchen zählt mehr als das Cannabinoidprofil: Pestizide, Schwermetalle, Mykotoxine und Mikrobiologie sollten mit Zahlenwerten ausgewiesen sein.
        • „Entspricht“ statt eines Messwerts, fehlende Chargennummern oder ein Labor, das sich nicht auffinden lässt, sind klare Warnsignale.
        • Ein Zertifikat belegt die Produktqualität, schützt aber nicht vor einem positiven Drogentest oder Folgen im Straßenverkehr.

        Inhaltsverzeichnis

        Was ein Analysezertifikat bei CBD leistet

        CBD-Produkte stammen aus einer Naturpflanze, und Pflanzen sind nie völlig gleich. Sorte, Standort, Wetter, Erntezeitpunkt und Verarbeitung beeinflussen, wie viel Cannabidiol und wie viel THC am Ende in einer Blüte steckt. Genau diese Schwankungen machen das Analysezertifikat zum wichtigsten Dokument beim Kauf.

        Wie groß die Unterschiede auf dem Markt sein können, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung gezeigt: In untersuchten CBD-Ölen fanden sich THC-Konzentrationen von bis zu 1576 mg/kg, und die deklarierten CBD-Gehalte wichen teils deutlich von den gemessenen Mengen ab. Das BfR ordnet diese Werte zugleich gesundheitlich ein: Die von der EFSA abgeleitete akute Referenzdosis für THC liegt bei 1 µg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, eine 70 kg schwere Person erreicht diese Schwelle also bereits bei 70 µg THC. Ein Etikett allein sagt darüber nichts aus, ein chargenbezogenes Laborprotokoll dagegen schon.

        Ein Analysezertifikat beantwortet im Kern drei Fragen:

        1. Stimmt die Angabe auf der Verpackung? Ein Produkt mit „8 % CBD“ sollte im Labor auch ungefähr 8 % erreichen, unter Berücksichtigung der Messunsicherheit.
        2. Bleibt der THC-Gehalt unter der rechtlichen Schwelle? Für CBD-Blüten ist das in Deutschland die zentrale Frage.
        3. Ist das Produkt frei von relevanten Schadstoffen? Gerade beim Rauchen gelangen Rückstände direkt in die Lunge.

        Damit ist das COA weit mehr als ein Qualitätssiegel zum Vorzeigen. Es ist der einzige Beleg, der von außen nachvollziehbar macht, was in einer Charge tatsächlich enthalten ist.

        Der Aufbau eines Analysezertifikats im Überblick

        Laborberichte sehen je nach Institut unterschiedlich aus, folgen aber fast immer derselben Logik. Die folgende Übersicht zeigt die Felder, die auf einem vollständigen Zertifikat für CBD-Blüten oder Hanfmischungen zu finden sein sollten.

        Feld Was dort steht Worauf zu achten ist
        Labor und Kontakt Name, Anschrift, oft Akkreditierung Labor muss real existieren und erreichbar sein
        Auftraggeber Hersteller oder Händler Sollte zum Anbieter des Produkts passen
        Probenbezeichnung Produktname, Sorte Muss zum gekauften Artikel passen
        Proben-ID / Chargennummer Eindeutige Kennung Idealerweise identisch mit der Nummer auf der Packung
        Probeneingang und Prüfdatum Datum der Analyse Je aktueller, desto aussagekräftiger
        Prüfmethode z. B. HPLC, GC-MS, LC-MS/MS Methode sollte genannt sein
        Cannabinoidprofil CBD, CBDA, Δ9-THC, THCA, CBG u. a. Werte in % (w/w) mit Messunsicherheit
        Schadstoffe Pestizide, Schwermetalle, Mykotoxine Zahlenwerte und Grenzwerte, nicht nur „entspricht“
        Mikrobiologie Gesamtkeimzahl, Hefen und Schimmel (TYMC) Bei Rauchprodukten besonders wichtig
        Unterschrift / Freigabe Verantwortliche Person im Labor Fehlt sie, ist Vorsicht angebracht

        Nicht jedes Zertifikat enthält alle Zeilen. Ein reines Cannabinoid-Zertifikat ist im Handel sogar die Regel. Es beantwortet die Frage nach CBD und THC, sagt aber nichts über Rückstände oder Keime. Wer ganz sichergehen möchte, fragt beim Anbieter gezielt nach dem Schadstoffbericht zur Charge.

        Das Cannabinoidprofil richtig lesen

        Der Abschnitt mit den Cannabinoiden ist das Herzstück jedes CBD-Zertifikats und zugleich der Teil, der die meisten Fragen aufwirft. Abkürzungen, Einheiten und Sonderzeichen wirken auf den ersten Blick technisch, folgen aber einer klaren Systematik.

        Die wichtigsten Abkürzungen

        • CBD: Cannabidiol in seiner neutralen, aktiven Form.
        • CBDA: Cannabidiolsäure, die natürliche Vorstufe in der frischen Pflanze. Beim Erhitzen, also auch beim Rauchen, wandelt sie sich größtenteils in CBD um.
        • Δ9-THC (D9THC): das psychoaktive Tetrahydrocannabinol.
        • THCA: Tetrahydrocannabinolsäure, die nicht berauschende Vorstufe von THC, die durch Hitze zu Δ9-THC wird.
        • CBG, CBN, CBC: weitere Cannabinoide, die in kleinen Mengen vorkommen.
        • T-CBD / Gesamt-CBD und T-THC / Gesamt-THC: die Summenwerte aus neutraler Form und Säure.

        Einheiten, Nachweisgrenzen und Messunsicherheit

        Die Angabe % (w/w) bedeutet Gewichtsprozent: 8 % (w/w) CBD entsprechen 8 g CBD in 100 g Blütenmaterial, also 80 mg pro Gramm. Manche Labore geben zusätzlich mg/g an.

        Steht in einer Zeile ND („not detected“) oder < LOQ („below limit of quantification“), wurde der Stoff nicht gefunden oder lag unter der Bestimmungsgrenze des Verfahrens. Das bedeutet nicht zwingend „null“, sondern „so wenig, dass die Methode es nicht sicher beziffern kann“. Seriöse Zertifikate nennen die jeweilige Grenze in einer Fußnote.

        Die Messunsicherheit (M.U.) gibt an, in welchem Bereich der wahre Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt. Ein Ergebnis von 0,25 % THC mit einer Unsicherheit von ± 0,04 % kann also real zwischen 0,21 % und 0,29 % liegen. Bei Werten nahe einer Grenze ist diese Spalte entscheidend.

        Tabelle: Angaben im Analysezertifikat bei CBD verstehen

        Rechenbeispiel: Gesamt-THC ermitteln

        Weil THCA beim Rauchen zu THC wird, zählt für die Beurteilung einer Blüte nicht nur das freie Δ9-THC. Der übliche Rechenweg lautet:

        Gesamt-THC = Δ9-THC + (THCA × 0,877)

        Der Faktor 0,877 ergibt sich aus den Molmassen: THCA wiegt rund 358 g/mol, THC rund 314 g/mol. Bei der Decarboxylierung geht eine Carboxylgruppe als CO₂ verloren, sodass aus 1 g THCA höchstens etwa 0,877 g THC entstehen. Für CBD gilt mit CBDA dieselbe Rechnung und derselbe Faktor.

        Ein Beispiel aus der Praxis:

        Messwert Ergebnis
        Δ9-THC 0,05 %
        THCA 0,25 %
        Umgerechnet (0,25 × 0,877) 0,22 %
        Gesamt-THC 0,27 %

        Wer nur auf die erste Zeile schaut, liest 0,05 % und hält das Produkt für unproblematisch. Tatsächlich liegt der Gesamtwert bei 0,27 % und damit nur knapp unter der Schwelle von 0,3 %. Mit Blick auf die Messunsicherheit bewegt sich eine solche Charge im Grenzbereich. Zertifikate, die nur Δ9-THC ausweisen und die THCA-Zeile weglassen, sind deshalb für Blüten wenig aussagekräftig.

        Stimmt der CBD-Gehalt?

        Der zweite Abgleich betrifft das Etikett. Ein Produkt, das mit 8 % CBD beworben wird, sollte im Zertifikat einen Gesamt-CBD-Wert in dieser Größenordnung zeigen. Kleine Abweichungen sind bei einem Naturprodukt normal. Liegt der Messwert aber deutlich darunter, etwa bei 5 %, oder deutlich darüber, passt das Zertifikat entweder nicht zur Charge oder die Deklaration ist ungenau. Bei auffällig hohen Werten lohnt ein zweiter Blick: CBD-Gehalte über 20 bis 25 % sind bei Blüten selten, und solche Angaben sollten besonders gut belegt sein.

        Bei Rauchprodukten zählt mehr: Schadstoffe und Mikrobiologie

        Ein Öl wird geschluckt, eine Blüte wird verbrannt und eingeatmet. Dieser Unterschied verändert die Anforderungen an ein Analysezertifikat erheblich. Das Prüflabor Eurofins weist darauf hin, dass Analysen für Cannabisprodukte neben dem Cannabinoidgehalt auch Pflanzenschutzmittel, Mykotoxine, Schwermetalle und Mikroorganismen umfassen sollten. Für Produkte zur Inhalation gilt die mikrobiologische Qualität dabei als besonders kritisch, weil Schimmelsporen wie Aspergillus direkt in die Atemwege gelangen können.

        Die vier Schadstoffgruppen

        • Pestizide und Pflanzenschutzmittel: Rückstände aus dem Anbau. Gute Labore prüfen Multimethoden mit Hunderten Einzelwirkstoffen. Mehr dazu, woran sich belastete Ware erkennen lässt, zeigt der Beitrag zu Pestiziden in CBD-Blüten.
        • Schwermetalle: vor allem Blei, Cadmium, Quecksilber und Arsen. Hanf nimmt Stoffe aus dem Boden besonders gut auf, deshalb ist die Herkunft der Pflanzen relevant.
        • Mykotoxine: Giftstoffe von Schimmelpilzen, etwa Aflatoxine und Ochratoxin A. Sie entstehen bei feuchter Lagerung oder unsachgemäßer Trocknung.
        • Mikrobiologie: Gesamtkeimzahl, Hefen und Schimmelpilze (TYMC, „total yeast and mold count“), teilweise auch Enterobakterien und Salmonellen.

        Zahlen statt „entspricht“

        Ein häufiger Schwachpunkt ist die Ergebnisspalte. Manche Berichte vermerken bei Schadstoffen lediglich „entspricht“ oder „konform“. Das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker empfiehlt in seiner Praxishilfe zur Beurteilung von Analysenzertifikaten für Cannabisblüten dagegen numerische Prüfergebnisse, weil nur absolute Werte eine genaue Einschätzung erlauben. Diese Praxishilfe richtet sich an Apotheken und Medizinalcannabis, ihr Grundsatz lässt sich aber gut auf CBD-Blüten übertragen: Ein Wert wie „Blei 0,08 mg/kg (Grenzwert 0,5 mg/kg)“ zeigt, wie viel Abstand zur Grenze besteht. „Entspricht“ zeigt nur, dass jemand den Haken gesetzt hat.

        Bio und Labor ergänzen sich

        Ein Bio-Siegel und ein Analysezertifikat beantworten unterschiedliche Fragen. Das Siegel beschreibt die Anbauweise, etwa den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Das Zertifikat belegt, was in der fertigen Charge messbar ist. Beides zusammen ergibt das vollständigere Bild. Wie sich echte Bio-Kennzeichnungen von Fantasiesiegeln unterscheiden, erklärt der Beitrag Bio-Siegel bei CBD erkennen.

        Echtheit prüfen in sieben Schritten

        Ein PDF ist schnell erstellt, und nicht jedes Dokument mit Laborlogo stammt tatsächlich aus einem Labor. Die folgenden Schritte dauern wenige Minuten und decken die meisten Ungereimtheiten auf.

        1. Charge abgleichen. Die Chargen- oder Probennummer auf dem Zertifikat sollte zur Nummer auf der Verpackung passen. Ein allgemeines Zertifikat „für alle Sorten“ ist kein Beleg für das konkrete Produkt.
        2. Datum prüfen. Ein Bericht von vor drei Jahren sagt wenig über eine Ernte aus diesem Jahr. Bei Blüten ändert sich der Gehalt von Ernte zu Ernte.
        3. Labor recherchieren. Name und Anschrift des Labors sollten sich unabhängig vom Händler finden lassen. Ein Hinweis auf eine Akkreditierung des Labors ist ein gutes Zeichen.
        4. Auftraggeber ansehen. Steht dort ein völlig anderes Unternehmen als der Anbieter, sollte das nachvollziehbar erklärt sein, etwa als Hersteller oder Großhändler.
        5. Produktbezeichnung vergleichen. Sorte, Produktform und Gehalt auf dem Zertifikat müssen zum Artikel passen. Ein Öl-Zertifikat belegt nichts über eine Blüte.
        6. Werte nachrechnen. Gesamt-THC und Gesamt-CBD lassen sich mit dem Faktor 0,877 selbst prüfen. Stimmen die Summen nicht, ist das ein Hinweis auf Fehler oder Bearbeitung.
        7. Beim Labor nachfragen. Viele Labore bestätigen auf Anfrage, ob eine Proben-ID tatsächlich von ihnen stammt. Manche Berichte tragen dafür einen QR-Code oder einen Verifizierungslink.

        Für den raschen Check unterwegs genügen meist die Schritte 1, 2 und 6. Sie zeigen innerhalb einer Minute, ob ein Zertifikat überhaupt zum Produkt passt und ob die Zahlen stimmig sind.

        Warnsignale, die stutzig machen sollten

        Nicht jede Unvollständigkeit ist Absicht. Einige Muster tauchen bei fragwürdigen Angeboten aber auffallend häufig auf:

        • Das Zertifikat ist nur auf Nachfrage erhältlich und wird dann ohne Chargenbezug geschickt.
        • Logo, Schriftart oder Layout wirken zusammengesetzt, Zahlen sind unscharf oder offensichtlich überklebt.
        • Es gibt nur Δ9-THC, aber keine Angabe zu THCA.
        • Alle Schadstoffe sind mit „entspricht“ oder „negativ“ markiert, ohne Messwerte und ohne Grenzwerte.
        • Das Datum liegt Jahre zurück, obwohl das Produkt als „frische Ernte“ beworben wird.
        • Das Labor lässt sich weder im Internet noch in einem Akkreditierungsverzeichnis finden.
        • Ein und dasselbe Zertifikat wird für mehrere Sorten verwendet.

        Das BfR hat bereits vor manipulierten cannabidiolhaltigen Liquids aus dem Online-Handel gewarnt, nach deren Konsum es zu Vergiftungsfällen kam. Ein Produkt ohne nachvollziehbares, chargenbezogenes Zertifikat bleibt eine Unbekannte, und bei allem, was eingeatmet wird, ist das ein unnötiges Risiko. Wer nach dem Konsum eines CBD-Produkts Herzrasen, starke Übelkeit, Verwirrtheit oder Atemnot bemerkt, sollte nicht abwarten, sondern den Giftnotruf des Bundeslandes, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder im Notfall die 112 anrufen.

        Rechtlicher Rahmen in Deutschland

        Das Analysezertifikat ist bei CBD-Blüten nicht nur eine Qualitätsfrage, sondern auch eine rechtliche. Seit dem 1. April 2024 regelt das Konsumcannabisgesetz (KCanG), was als Nutzhanf gilt. Nach der Begriffsbestimmung im KCanG fallen Pflanzen und Blüten nur dann unter Nutzhanf, wenn sie ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dienen, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen, und sie entweder aus zertifiziertem EU-Saatgut stammen oder ihr THC-Gehalt 0,3 % nicht übersteigt.

        Das Zertifikat belegt damit den Wert, auf den es rechtlich ankommt. Die sogenannte Missbrauchsklausel dagegen kann kein Labor bestätigen, sie hängt vom Zweck und vom Vertriebsweg ab. Genau diese Klausel steht derzeit zur Debatte: Der Bundestag hat Sachverständige zu einem Gesetzentwurf angehört, der unter anderem die Streichung der Missbrauchsklausel im KCanG vorsieht. Laut Bericht des Hanf Magazins zur Anhörung fand die Anhörung im Oktober 2026 statt, und der Entwurf der Grünen sieht außerdem einen THC-Grenzwert von einem Prozent vor. Beschlossen ist davon nichts, Stand 17. Oktober 2026 gilt weiterhin die Schwelle von 0,3 %.

        Für CBD-Öle und andere Lebensmittel kommt ein weiterer Rahmen hinzu: Die Verbraucherzentrale erläutert, dass CBD in der EU als neuartiges Lebensmittel (Novel Food) eingestuft wird und ohne Zulassung nicht als Lebensmittel verkauft werden darf. Für CBD-Blüten und Tabakersatz bleibt unabhängig davon die THC-Grenze des KCanG der entscheidende Maßstab. Bei konkreten rechtlichen Fragen, etwa zum Weiterverkauf, ist eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Strafrecht die richtige Ansprechperson.

        Übersicht: rechtlicher Rahmen für CBD in Deutschland

        Was ein Zertifikat nicht leisten kann: Drogentest und Straßenverkehr

        Ein Analysezertifikat belegt, dass eine Charge wenig THC enthält. Es belegt nicht, dass im Körper kein THC nachweisbar ist. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen weist darauf hin, dass auch CBD-Blüten mit geringem THC-Gehalt einen positiven Urinschnelltest auslösen können. Wer regelmäßig raucht, nimmt auch kleine Mengen THC immer wieder auf.

        Im Straßenverkehr wiegt das besonders schwer. Die Bundesanstalt für Straßenwesen erläutert in ihrem Infoblatt zu Cannabis und den Begutachtungsleitlinien, wie THC-Nachweise bei der Beurteilung der Fahreignung bewertet werden. Bei einer Kontrolle zählt der Blutwert, nicht das Zertifikat im Handschuhfach. Eine randomisierte Studie im International Journal of Legal Medicine hat gezielt untersucht, welche Cannabinoidwerte im Blut nach dem Verdampfen von CBD-reichem Cannabis entstehen und wie sich das auf die Fahrfähigkeit auswirkt. Die sichere Regel lautet daher: nach dem Rauchen von CBD-Blüten nicht ans Steuer.

        Vertiefende Informationen bieten die Beiträge zu CBD-Blüten im Drogentest, zu CBD und Autofahren sowie zu CBD am Arbeitsplatz. Wer Medikamente einnimmt, sollte vor dem Konsum außerdem mit der Hausärztin, dem Hausarzt oder in der Apotheke über mögliche Wechselwirkungen sprechen. Was dabei zu beachten ist, fasst der Beitrag zu CBD und Medikamenten zusammen.

        Unsere Sicht: Ein Zertifikat ist eine Haltung, kein Pflichtdokument

        Unser Anliegen bei Nature of Spirit ist eine nikotinfreie Alternative zum Tabak im Joint, ohne dass sie auf das gewohnte Ritual verzichten müssen. Wer von Tabak auf eine Hanf- oder Kräutermischung umsteigt, tut das meist aus gesundheitlichen Gründen. Gerade deshalb wäre es widersinnig, an der Transparenz zu sparen.

        Für uns gehört zu jeder Mischung deshalb eine Laborprüfung und ein deutliches Analysezertifikat. Unsere Hanfmischungen bestehen zu 100 % aus zerkleinerten CBD-Blüten, unsere Kräutermischungen sind frei von Nikotin und künstlichen Zusatzstoffen, und alle Produkte sind frei von Tabak und Teer. Der THC-Gehalt ist niedrig und entspricht den EU-Vorgaben.

        Wir erleben im Kundenservice oft, dass Menschen unsicher sind, was die vielen Zeilen auf einem Laborbericht bedeuten. Diese Fragen nehmen wir gern auf und erklären die Werte, denn ein Zertifikat ist nur so viel wert, wie man es verstehen kann. Unser Rat an alle, die CBD-Blüten oder Tabakersatz kaufen, egal bei wem: Lassen Sie sich das Zertifikat zeigen, rechnen Sie das Gesamt-THC nach und fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist. Ein seriöser Anbieter freut sich über diese Frage.

        — Adam

        Laborgeprüfter Tabakersatz von Nature of Spirit

        Wer den Tabak im Joint ersetzen möchte, findet bei Nature of Spirit zwei Produktlinien. Die Infusedline ist ein Hanf-Tabakersatz auf Basis zertifizierter Bio-CBD-Blüten, erhältlich unter anderem als Aktiv mit 4 % und Strong mit 8 % CBD. Die Natureline setzt auf ausgewählte Kräuter mit sanfter Textur, etwa in den Sorten Wolken Weich und Extra Weich. Beide Linien sind nikotinfrei, laborgeprüft und frei von künstlichen Zusatzstoffen. Wie sich eine passende Mischung auswählen lässt, zeigt der Ratgeber laborgeprüfter Tabakersatz, und weitere Kriterien jenseits des Zertifikats fasst der Beitrag CBD-Blüten-Qualität erkennen zusammen.

        Häufige Fragen

        Was ist der Unterschied zwischen COA und Analysezertifikat?

        Es gibt keinen. COA ist die englische Abkürzung für Certificate of Analysis, im Deutschen heißt das Dokument Analysezertifikat oder Analysenzertifikat. Gemeint ist in allen Fällen der Laborbericht zu einer bestimmten Produktcharge.

        Wie aktuell sollte ein Analysezertifikat sein?

        Es sollte zur aktuell verkauften Charge gehören. Bei Blüten ändert sich der Gehalt mit jeder Ernte, deshalb sagt ein mehrere Jahre alter Bericht wenig über die Ware im Warenkorb. Ein Datum aus dem laufenden oder vorherigen Erntejahr ist ein gutes Zeichen.

        Reicht es, wenn auf dem Zertifikat nur Δ9-THC unter 0,3 % steht?

        Nein, bei Blüten nicht. THCA wandelt sich beim Rauchen in THC um, deshalb zählt der Gesamt-THC-Wert aus Δ9-THC plus THCA mal 0,877. Ein Zertifikat ohne THCA-Angabe lässt die wichtigste Frage offen.

        Schützt ein Analysezertifikat bei einer Verkehrskontrolle?

        Nein. Bei einer Kontrolle zählt der THC-Nachweis im Blut, nicht der THC-Gehalt des Produkts. Auch CBD-Blüten mit geringem THC-Gehalt können zu einem positiven Test führen, deshalb gilt: nach dem Konsum nicht Auto fahren.

        Was passiert, wenn man CBD raucht?

        Beim Rauchen wandelt die Hitze CBDA in CBD um, das über die Lunge schnell aufgenommen wird und nicht berauscht. Gleichzeitig entstehen beim Verbrennen jeder Pflanze Rauchprodukte, die die Atemwege belasten. Einen Überblick bietet der Beitrag zu den Nebenwirkungen beim CBD-Rauchen.

        Quellen

        Empfehlungen